Für die Weltmeisterschaft nominiert Überzeugende Leistungen von Melanie Knopf und Kathrin Mayer bei der EM in Frankreich belohnt INLINE-SPEEDSKATING Die starken Vorstellungen von Kathrin Mayer und Melanie Knopf
(beide TS Bayreuth) bei den Europameisterschaften im französischen
Valence d'Agen wurden belohnt: Nach Abschluss der Titelkämpfe
wurden beide in den deutschen Kader für die Weltmeisterschaften
vom 22. bis 27. August in Ostende (Belgien) berufen. Während
Mayer dort erstmals auf dieser Ebene antreten wird, verfügt
Knopf bereits über WM-Erfahrung. Zum Auftakt standen die 300 m (Einzelstart) auf dem Programm - eine Paradedisziplin für Knopf, die jedoch sehr mit dem Gegenwind auf der sehr langen Zielgeraden zu kämpfen hatte und sich mit dem zwölften Rang zufrieden geben musste. Mayer verbesserte auf der bei ihr weniger beliebten Strecke die persönliche Bestzeit gleich um eine halbe Sekunde auf 29,43 und landete auf Rang 14. Über 500 m schied Mayer bereits im Vorlauf aus. Knopf schaffte indes gleich den Sprung ins Halbfinale. Dort musste sie sich dann aber der starken Konkurrenz aus Italien und Frankreich im Zielspurt geschlagen geben und erreichte den neunten Platz. Grund zum Jubel hatte Mayer dafür im 1500-m-Lauf. Dort kam sie auf Anhieb ins Finale und konnte sich trotz kleiner taktischer Fehler über einen siebten Platz freuen. Knopf schied auf dieser Strecke bereits im Vorlauf aus. Am letzten Tag auf der Straße waren für Mayer noch die 3000 m sowie die Staffel mit Knopf und Michaela Neuling (Gera) zu absolvieren. Auf ihrer Lieblingsdistanz hielt sie sich am Anfang des Rennens noch gut im Vorderfeld. Als dann aber eine große Gruppe zum Überholen ansetzte, wartete sie zu lange und wurde am Schluss nur Dreizehnte. In der Staffel zeigten beide Bayreutherinnen eine sehr gute Leistung. Bis zum vorletzten Wechsel kämpfte das Trio noch um eine Medaille, doch konnte selbst Knopf, die einen beherzten Schlusssprint hinlegte, den verpatzten Wechsel von Neuling auf Mayer nicht wieder gut machen. Zum Abschluss der Straßenwettbewerbe landete das deutsche Trio nur auf Rang vier. Sturz auf der Bahn Es folgten die Rennen auf jener Bahn, die im vergangenen Jahr schon die Weltmeisterschaften erlebt hatte und die durch die überhöhten Kurven sehr gewöhnungsbedürftig war. Dies mussten Knopf und Mayer auch gleich im 300-m-Lauf feststellen, als beide mit einem zehnten und 13. Platz nicht zufrieden sein konnten.Über 1500 m kamen jedoch beide Bayreutherinnen ins Finale. Dort wurde Knopf im Endspurt in aussichtsreicher Position von einer Französin zum Sturz gebracht und verletzte sich so stark am Knie, dass sie den Wettkampf nicht mehr fortsetzen konnte. Mayer belegte hier Platz neun. Über 500 m kam Mayer durch die Zeitschnellstenregelung ins Halbfinale. Dort konnte sie zwar als Mittelstrecklerin nicht mehr mit den reinen Sprintern mithalten, kam aber dennoch auf den für sie sehr guten achten Platz. Im Mannschaftszeitfahren über 1400 m, das Mayer zusammen mit Melanie Bayrhof (Marktoberdorf) und Michaela Neuling bestritt, erkämpfte sich das deutsche Team einen Platz im Halbfinale. Dort waren die drei dann aber gegen Frankreich und Italien chancenlos und mussten sich mit Platz vier hinter Spanien zufrieden geben. Im letzten Einzelrennen über 3000 m hatte sich Mayer sehr viel vorgenommen. Zwar ging ihre Taktik nicht wie gewünscht auf, aber am Ende übertraf sie mit einem fünften Platz ihre eigenen Erwartungen. Den Abschluss bildeten abermals die Staffeln. Das deutsche Team war wieder mit Bayrhof, Neuling und Mayer besetzt, wobei Neuling nur als Ersatz für die verletzte Knopf an den Start ging. Nach einem Sturz der französischen Staffel wäre ein Medaillenplatz auch in dieser Besetzung durchaus in Reichweite gewesen, doch wurden die Deutschen durch kleine Lauffehler bestraft und kamen am Ende nur an fünfter Position ins Ziel. |