Krönender Abschluss der Saison BTS-Starterin Melanie Knopf Siebte bei der Weltmeisterschaft in Frankreich INLINE-SPEED-SKATING Als Abschluss ihrer erfolgreichen Saison krönte Melanie
Knopf (TS Bayreuth) ihre Leistungen mit einem siebten Platz bei
der Weltmeisterschaft in Valence d'Agen/Frankreich. Auf Grund der späten Anreise und des damit fehlenden Trainings auf der glatten, überhöhten 200-m-Bahn hatten es die Deutschen erneut schwer, sich an die Verhältnisse zu gewöhnen. Für Knopf machte sich dies besonders im ersten Rennen, dem Einzelsprint über 300 m bemerkbar. Hier erreichte sie nur einen Platz im hinteren Mittelfeld und reihte sich in der Ergebnisliste genau hinter ihrer Nationalmannschaftskollegin Oona Diezel aus Groß-Gerau auf Platz 20 ein. Wesentlich besser kam sie am nächsten Tag im 1000-m-Rennen zurecht, wo sie sich über Vorläufe und Halbfinale bis ins Finale kämpfen konnte. Der Modus erlaubt es hier, jeweils dem Sieger eines Laufes und den entsprechenden Zeitschnellsten eine Runde weiter zu gelangen, was die Rennen sehr schnell gestaltet. Für Knopf zahlte sich hier ihr deutlich verbessertes Stehvermögen aus, so dass sie durch sehr schnelle Läufe die Endrunde der letzten sieben erreichte. Im Finale ging ihr Plan, einige Runden vor Schluss zu attackieren, jedoch nicht ganz auf. Sie musste sich den andern taktisch klugen Spitzenläuferinnen geschlagen geben. Auch im 500-m-Sprintrennen, das ebenfalls über mehrere Runden ausgetragen wird, erkannte man deutlich, dass die Weltspitzenläufer einen klaren Vorsprung an Erfahrung auf solchen Pisten haben. So konnte Knopf ihren zweiten Platz, den sie am Start eingenommen hatte, nicht verteidigen und schied bereits in der ersten Runde aus, weil hier im Gegensatz zu den 1000-m-Rennen nur die ersten beiden eines Laufes weiterkamen. Auf dem 400 m langen Straßenkurs kamen dann alle deutschen Läufer wesentlich besser zurecht. Im 300-m-Einzelzeitfahren zeigte sich für Knopf allerdings erneut, wie groß die Konkurrenz, die teilweise aus Profiläufern besteht, ist. Auch wenn es sich in der Platzierung nicht so gut widerspiegelte, so konnte man doch mit dem Zeitabstand zur Spitze zufrieden sein. Mit Platz 16 lag sie diesmal zwei Zehntel vor Diezel, die Siebzehnte wurde. Im 1000-m-Rennen am folgenden Tag wollte die Bayreutherin noch einmal zeigen, dass sie es über die Mittelstrecken doch durchaus mit der Weltspitze aufnehmen kann. Durch einen sehr schnellen Vorlauf gelang ihr auch ohne weiteres der Einzug ins Halbfinale. Hier wurde jedoch im ersten Lauf eine starke Zeit vorgelegt, weil sich die Teilnehmerinnen dieses Laufes abgesprochen hatten, sich die Führungsarbeit zu teilen und somit ein extrem hohes Tempo gehalten werden konnte. In ihrem Halbfinallauf dagegen wurde Knopf fast die gesamte Führungsarbeit überlassen, und da ihr kein Sieg gelang, war die Möglichkeit, über die Zeit ins Finale zu kommen, verpasst. Immerhin war aber ein 13. Platz das Resultat ihrer Mühen. Anne Titze aus Groß-Gerau, die auf der Bahn das Finale nur knapp verpasst hatte, schied hier im Vorlauf aus. Pech hatte Knopf auch im 500-m-Vorlauf, wo sie durch andere Läuferinnen eingezwickt war und nicht richtig zum Überholen ansetzen konnte, was das Aus nach dem Vorlauf bedeutete. Zum Abschluss der Wettkämpfe stand schließlich der Marathon an, bei dem alle Läufer der 30 Nationen teilnehmen durften. Der bergige Kurs und der raue Asphalt machten es für Sprinter noch schwerer, sich auf dieser Langstrecke zu behaupten. Knopf konnte sich dennoch bis kurz vor Schluss im Hauptfeld halten. Vor dem letzten Anstieg musste sie das Feld dann allerdings ziehen lassen und kam mit einer Verfolgergruppe ins Ziel. Am Sonntag steht für Knopf und ihre Vereinskameraden Mayer und Freundl der Berlin-Marathon auf dem Programm. |