Bayreuther Aktive hinterließen beim ersten Pisten-Wettkampf dieses Jahres in
Groß-Gerau einen guten Eindruck INLINE-SPEEDSKATING
Wie in den vergangenen Jahren auch war das 25. internationale
Speedskating-Kriterium in Groß-Gerau (Hessen) der erste Pisten-Wettkampf der
Saison. Doch heuer sollte alles anders werden: Mit einer noch nie da gewesenen
Rekordbeteiligung von 640 gemeldeten Skatern waren die Veranstalter gezwungen,
einige Tage vor den Rennen einen Meldestopp verhängen.
So mussten auch einige unentschlossene Aktive der TS Bayreuth zu Hause bleiben.
Für alle Teilnehmer war es ein besonderes Erlebnis, in Gruppen von bis zu 100
Skatern auf einer sieben Meter breiten und 303 Meter langen Piste im Höchsttempo
um den Sieg zu laufen. In der Zielkurve konnten die Zuschauer die
Geschwindigkeiten, die mit den aus Tempo-30-Zonen bekannten Geräten gemessen
wurden, ablesen. Dabei waren Spitzenwerte von 45 km/h keine Seltenheit. Die
Aktivenklasse der Herren lief die 20000 m in rekordverdächtigen 32 Minuten, was
einer Durchschnittsgeschwindigkeit von annähernd 40 km/h entspricht. Durch die
Anwesenheit der Bundestrainer wurde die Wichtigkeit des Wettkampfes für alle
Junioren- und Aktivensportler noch größer.
Auch die Sportlerinnen der TS Bayreuth, Kathrin Mayer (Aktive) und Katja Ulbrich
(Junioren B), absolvierten zum Teil die Strecken im Nationaltrikot und hatten
eine so genannte Stallregie vorher mitbekommen. Mayer brachte trotz sehr guter
Kondition nicht die nötige Kraft für die vielen Zwischen-Sprints, die bei den 60
Damen eingelegt wurden, auf und belegte jeweils Plätze im vorderen Mittelfeld.
Harald Hertrich, der in der Seniorenklasse startete, setzte sich bei seinen
Starts über 1000 und 3000 m jeweils souverän in der letzten Runde vom Feld ab
und ließ alle deutschen Meister dieser Altersklassen (zwischen 30 und 49 Jahren)
hinter sich.
Patrik Knopf (Junioren B) lieferte überzeugende Leistungen ab: Im Sprint belegte
er bei über 70 Startern einen hervorragenden sechsten Platz. Bei den
Massenstarts wusste er sich von Rennen zu Rennen zu steigern und fand Anschluss
an die Spitzengruppe.
Katja Ulbrich stark Katja Ulbrich zeigte in der gleichen Altersklasse bei
den Damen, dass sie in diesem Jahr für die Junioren-Europameisterschaften
nominiert werden möchte. Sie war Deutschlands stärkste Läuferin und belegte
jeweils vordere Plätze, die sie sich in der großen Konkurrenz hart erkämpfen
musste. Die Läuferinnen aus dem europäischen Ausland (Belgien, Italien,
Frankreich, Holland, Dänemark), die in Groß-Gerau sehr zahlreich und
leistungsstark angereist waren, hatte fast immer das Feld im Griff. Über 3000 m
belegte Katja Ulbrich einen sechsten Platz. In ihrem letzten Rennen über 2000 m
stürzte sich auf der Zielgeraden allerdings in aussichtsreicher Position. Ihre
Gesamtleistung wurde dennoch von den Bundestrainern wohlwollend zur Kenntnis
genommen. In der abschließenden Staffel lief sie im Nationalteam sogar eine
Altersklasse höher und belegte einen Platz auf dem Siegertreppchen.
Jan Hertrich kam in der Gesamtwertung der Schülerklasse A ebenfalls nicht über
einen Mittelfeldplatz hinaus. In seinem letzten Rennen über 1500 m zeigte er,
dass er mehr kann. Seine direkten Konkurrenten aus den beiden ersten Läufen ließ
er mit Abstand hinter sich. Eva Hertrich startete in der Anfängerklasse mit sehr
viel Begeisterung. Sie freute sich, dass sie mit ihrem achten Platz unter die
ersten zehn gekommen war.
Nordbayerischer Kurier