Was ändert sich was bleibt gleich?
HaSpo ist ein organisatorisches, spieltechnisches Gebilde, das allein auf den
Spielbetrieb und sein organisatorisches Umfeld ausgerichtet ist. Die Spielerpässe werden
also auf HaSpo Bayreuth ausgestellt. Insofern gehören dem neuen Verein nur die Aktiven
und die nötigen Funktionsträger an, ansonsten bleibt alles beim Alten. BTS-Mitglieder
bleiben BTS-Mitglieder, BSV 98-Mitglieder bleiben ebenfalls in ihrem Stammverein Mitglied
und zahlen dort ihre Beiträge. Wer als Aktiver neu in diesen Verein aufgenommen werden
will, muß zunächst einem der beiden (oder, wenn er/sie will, sogar beiden) Vereine
beitreten. Es besteht also Wahlfreiheit für Neumitglieder.
Warum ein neuer Verein?
Im Gegensatz zu einer Spielgemeinschaft bietet ein neuer Verein vernünftigere
Möglichkeiten einer sauberen Abrechnung. Zudem ergeben sich größere wirtschaftliche
Spielräume und auch Vorteile hinsichtlich der steuerlichen Wirksamkeit. Schließlich
läßt sich besser das finanzielle Engagement der beiden Stammvereine in dem neuen Verein
regeln.
Warum überhaupt HaSpo Bayreuth?
Im sportlichen Bereich ist klar: nur bei der männlichen C-Jugend gibt es
eine Überlappung, ansonsten ergänzen sich die beiden Mannschaftsangebote. Der Effekt
ist: wir können im männlichen wie im weiblichen Bereich "Züge" bis in
den Erwachsenenbereich anbieten. Das bedeutet auch, dass beide Vereine nicht mehr
Interessenten abweisen müssen, weil gerade mal in einer Altersklasse kein oder zu wenige
Spieler vorhanden sind. Deshalb ist HaSpo Bayreuth in der Lage, das Potenzial
handballwilliger junger Leute besser auszunutzen, weil eben ein größeres
Mannschaftsgefüge vorhanden ist. Weiterhin ist eine effektivere Talentförderung
möglich, weil sich mehr Personen "kümmern" können und weil sich dafür
anbietenden Spieler/innen schon ab der frühen A-Jugend Gelegenheit bekommen, mit
Erwachsenen zu trainieren. Schließlich läßt das insgesamt größere Potenzial erwarten,
dass sich Spieler/innen aus der Region gerade deswegen nach Bayreuth wenden werden.
Im organisatorischen Bereich besteht ein größerer Druck, die personellen
Reserven auszuschöpfen. Alle sind sich einig, dass nur mit größten Anstrengungen der
neue Verein zum Erfolg geführt werden kann. Er bietet attraktive Möglichkeiten, seine
Vorstellungen zu verwirklichen und im Jugendbereich die Handhabe, junge Leute frühzeitig
an organisatorische und unterstützende Aufgaben heranzuführen. Es wird erwartet, dass
sich der eine oder die andere Person noch einmal von den neuen Möglichkeiten aus der
passiven in die aktive Rolle überführen läßt.
Wirtschaftlich gesehen wird HaSpo Bayreuth wegen seiner sportlichen
Bedeutung und Größe für potenzielle Sponsoren interessanter sein als die beiden
Abteilungen für sich vorher.
Bleibt die BTS-Handballabteilung erhalten?
In eingeschränktem Umfang bleibt die BTS-Handballabteilung erhalten. Da sie die
finanzielle Handlungsfähigkeit an HaSpo Bayreuth übergibt, sind ein eigener Kassier und
die Revisoren nicht mehr nötig. Auch sonstige, etwa auf den Jugend- oder spieltechnischen
Bereich bezogene Funktionen gehen auf den neuen Verein über. Was bleibt ist ein/e
Vorsitzende/r sowie die entsprechende Stellvertretung, damit die Stimme der Handballer im
BTS gegenüber Turnrat und Vorstand, aber auch in Form von Berichten nicht verstummt. Es
wird damit weiterhin zu jährlichen Abteilungsversammlungen und alle zwei Jahre zu Wahlen
der jeweiligen Abteilungsleitung kommen.
Warum ging jetzt alles so schnell?
Eigentlich wurde von beiden Handballabteilungen bereits sein Ende 1999 auf ein
Zusammengehen hingearbeitet. Zu Beginn des kam nach erneuten Gesprächen mit den
Vereinsspitzen grünes Licht für eine neue Lösung. Gleich anschließend wurde zunächst
in beiden Abteilungen, dann bei einem Gespräch der beiden Abteilungsspitzen und
schließlich in zwei Sitzungen der Vorstände mit den jeweiligen Abteilungsleitungen der
Weg hin zu HaSpo erarbeitet hier hat sich dankenswerter Weise Matthias Fehn
vom BSV 98 in wirklich bewundernswerter Art durch Fleiß und Aufwand hervorgetan. Und
schließlich wurde am 9. März der Vertrag zwischen beiden Vereinen unterzeichnet und die
Gründung des neuen Vereins vollzogen. Dies war und damit der zweite Grund
notwendig, um Fristen gegenüber dem BLSV und dem BHV einzuhalten, um ab Mai bereits
mit dem neuen Verein im Jugendbereich die Sommerrunde spielen und mit zwei Mannschaften in
die Bayernliga-Qualifikation gehen zu können.